Susanna Roth-Übersetzungswettbewerb 2023

Fr 20. 1. 2023 – Fr 31. 3. 2023

Soutěž zahájena!

  • Literatur
Susanna Roth-Übersetzungswettbewerb 2023

Die Tschechischen Zentren und das Tschechische Literaturzentrum, Sektion der Mährischen Landesbibliothek in Brno, schreiben den 9. Internationalen Susanna Roth-Übersetzungswettbewerb aus. Zielgruppe sind Übersetzer*innen im Ausland mit einem Alter von bis zu 40 Jahren (Geburtsjahr 1983 und jünger). Gesucht wird die beste Übersetzung eines Auszuges aus dem Buch „Směna" von Anna Beata Háblová.

Der Wettbewerb ist nach der angesehenen Schweizer Bohemistin und Übersetzerin Susanna Roth (1950–1997) benannt, die sich in bedeutendem Maße um die Verbreitung der tschechischen Gegenwartsliteratur verdient gemacht hat. Anliegen des Wettbewerbs ist die kontinuierliche Förderung junger Übersetzer*innen und Bohemist*innen sowie die Unterstützung und Verbreitung der tschechischen Literatur im Ausland.   

  • Ausschreibung für die deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich und die Schweiz):

ZU ÜBERSETZENDER TEXT

Die tschechische Expertenkommission hat in diesem Jahr das Buch Směna von Anna Beata Háblová (Verlag Host, 2022) ausgewählt. Wettbewerbstext ist das komplette Kapitel „taiči“ (von Seite 23 inkl. der Kapitelüberschrift bis Seite 37 inkl. des Satzes „Nebo kam patřila Míša, která věděla, že nechce patřit nikam?“) mit einem Umfang von ca. 12 Normseiten.   

  •  Ausgangstext:

TEILNAHMEBEDINGUNGEN

Teilnahmeberechtigt sind Übersetzer*innen bis zum Alter von 40 Jahren (Geburtsjahr 1983 und jünger) mit deutscher, Schweizer oder österreichischer Staatsbürgerschaft bzw. ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die bisher noch keine Übersetzung aus dem Tschechischen in Buchform veröffentlicht haben. Davon ausgenommen sind Zeitschriftenpublikationen und Veröffentlichungen kürzerer Texte (bis 40 Seiten) in Anthologien, Sammlungen usw. Preisträger*innen der vergangenen Wettbewerbsjahrgänge können sich erneut beteiligen, jedoch nicht wieder ausgezeichnet werden. Bereits veröffentlichte Übersetzungen des ausgewählten Wettbewerbstextes sind zur Einreichung nicht zugelassen. Die Bewertung der eingereichten Übersetzungen in anonymisierter Form nimmt eine lokale Fachjury vor.

PREIS FÜR DIE BESTE ÜBERSETZUNG

Ein mehrtägiger Besuch Tschechiens, verbunden mit der aktiven Teilnahme an einem Fachseminar mit Begleitprogramm. Die beste Übersetzung einer/eines Teilnehmenden in der Bundesrepublik Deutschland wird auszugsweise in der europäischen Kulturzeitschrift Sudetenland (voraussichtlich Ausgabe 3-4/2023) veröffentlicht. Für weitere von der Jury ausgewählte Teilnehmer*innen ist ein Übersetzungsseminar geplant. Der genaue Termin im Herbst 2023 und der Veranstaltungsort werden noch bekanntgegeben.  

TERMINE

  • Einsendeschluss für die Übersetzungen: 31. März 2023

  • Bekanntgabe der Preisträger*innen: bis 15. Mai 2023

  • Aufenthalt der Preisträger*innen in Tschechien: Juli 2023  

Am 15. Februar 2023 findet via Zoom ein Info-Seminar statt, in dem der Wettbewerbstext 2023 und die Teilnahmebedingungen vorgestellt werden. Mitglieder der deutschen Jury 2022 sprechen über wiederkehrende Herausforderungen, mit denen sich Übersetzende aus dem Tschechischen ins Deutsche immer wieder konfrontiert sehen. Wir ersuchen um Anmeldung per E-Mail an ccmunich@czech.cz, der Zoom-Link wird rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn zugeschickt.

Abgabe der Übersetzung

Zusammen mit der Übersetzung des Wettbewerbstextes reichen die Teilnehmenden einen Lebenslauf in Textform (max. 1000 Zeichen inkl. Leerzeichen) in tschechischer Sprache, ein aktuelles, rechtefreies Porträtfoto in Druckqualität (mit Nennung des Copyrights) sowie eine eidesstattliche Erklärung über die Autorenschaft der eingereichten Übersetzung ein.

Mit Überlassung der oben genannten Dokumente erklären sich die Teilnehmenden damit einverstanden, dass diese zur Bekanntmachung des aktuellen Wettbewerbsjahrgangs und zur Veröffentlichung auf den Webseiten der Tschechischen Zentren und des Tschechischen Literaturzentrums bzw. in relevanten Druckerzeugnissen genutzt wird.

Alle Dokumente sind in elektronischer Form bis 31. März 2023 an das Tschechische Zentrum Berlin (ccberlin@czech.cz) zu senden. Später eingesandte Texte können nicht berücksichtigt werden. Gewünschte Formatierung der Übersetzung: Format .docx, Schriftart Arial oder Times New Roman, Schriftgröße 12, Zeilenabstand 1,5.

Der Gewinner oder die Gewinnerin wird nach dem 31. Mai 2023 auf den Webseiten der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich bekannt gegeben.

Alle an einer Teilnahme Interessierten werden gebeten, sich die Teilnahmebedingungen durchzulesen.  

  • Teilnahmebedingungen:

Die Veranstalter behalten sich das Recht vor, auch ohne Angabe von Gründen den Wettbewerb jederzeit zu stornieren oder die Wettbewerbsbedingungen zu verändern bzw. gegebenenfalls den Wettbewerb in einem Land nicht auszuschreiben oder alle eingereichten Wettbewerbsangebote abzulehnen. Die Teilnehmenden haben kein Anrecht auf die Erstattung von Kosten, die ihnen im Zusammenhang mit dem Wettbewerb, seiner Absage oder mit veränderten Teilnahmebedingungen entstanden sind.  

Ansprechpartnerin für Österreich: 

Magdaléna Nováková, novakovam@czech.cz

Autorin

  • Anna Beata Háblová (1983) ist eine tschechische Schriftstellerin, Dichterin, Slammerin, aber auch Architektin und Stadtplanerin. Sie hat die Gedichtbände Kry (2013), Rýhy (2015), Nevypínejte (2018) und O mé závislosti nikomu neříkej (2020) veröffentlicht. Sie hat auch ein populärwissenschaftliches Buch Města zdí (2017) über die Geschichte und Interpretation von Einkaufszentren in Bezug auf die Stadt verfasst, gefolgt von einem Werk an der Schnittstelle zwischen einer wissenschaftlichen Studie und Belletristik Nemísta měst (2019) über vernachlässigte, vergängliche und verpasste Orte. In den letzten Jahren hat sie für den Tschechischen Rundfunk Beiträge über Architektur geschrieben. Der Roman Směna (2022) ist ihr Prosadebüt.

Werk

SMĚNA (Die Schicht)

Sich um jeden Preis durchsetzen oder individuell bleiben und jeden Ehrgeiz aufgeben?

Die junge Künstlerin Petra schwankt zwischen dem Wunsch nach Erfolg und der Ablehnung von allem Kreativen. Erinnerungen an ihr Studium der Malerei und ihr persönliches Trauma tauchen wie scharf geschnittene Reliefs auf.

Und dann ist da noch die freudlose Gegenwart, der monotone Job einer Supermarktkassiererin, den sie aus pragmatischen Gründen ausübt. Ihre inneren Kämpfe werden mit der harten Welt des Ladens, des Kunstbetriebs und ihrer (meist ungleichen) Liebesbeziehung konfrontiert. Die Leidenschaft für Authentizität treibt die Heldin an die Grenzen der Selbstdarstellung, der Beziehung und schließlich des Gesetzes.

Eine Geschichte über die Zerbrechlichkeit einer zeitgenössischen jungen Frau, die auf ihrer Flucht unweigerlich gegen das Glas der globalisierten Fremdheit, ihrer eigenen Einsamkeit und ihres Schicksals stößt.

„Am Ende gibt es nichts als Stärke“, schließt dieses Erstlingswerk einer Erfolgsautorin, die bereits mit einer bemerkenswerten Verbindung aktueller Themen und Genres auf sich aufmerksam gemacht hat.

Verlag Host, 2022