František Palacký gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, und zwar nicht nur im Kontext der tschechischen Geschichte, sondern auch im weiteren mitteleuropäischen Raum.
Als Historiker, Denker und politisch engagierter Intellektueller hat er maßgeblich zur Entwicklung des tschechischen nationalen Bewusstseins beigetragen. Durch seine Arbeiten und sein öffentliches Wirken half er, das historische Selbstverständnis der tschechischen Gesellschaft zu formen und zu festigen.
Gleichzeitig beschränkte sich sein Denken nicht nur auf nationale Fragen. Palacký erkannte auch die Notwendigkeit von Zusammenschlüssen kleinerer Völker, insbesondere im politisch und kulturell vielfältigen Raum Ost-Mitteleuropas. In diesem Zusammenhang reflektierte er über die Bedeutung von Kooperation und gegenseitiger Unterstützung zwischen Nationen, die sich in größeren politischen Einheiten behaupten mussten.
Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit legte er einen der Grundsteine für die moderne Geschichtsschreibung in Ost-Mitteleuropa. Sein Ansatz war geprägt von einer sorgfältigen Analyse historischer Quellen sowie von dem Bemühen, historische Entwicklungen in ihren breiteren gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen zu verstehen. Gerade dieser analytische Zugang und seine tiefgehenden Einsichten in die Strukturen seiner Zeit machen ihn bis heute zu einem faszinierenden und relevanten Studienobjekt.
Das genaue Programm des Symposiums wird bekanntgegeben.