Am 18. Februar 1932 wurde der legendäre Filmregisseur, Drehbuchautor und gelegentlicher Schauspieler Miloš Forman geboren.
„Die Träume des Menschen müssen immer über seine Fähigkeiten hinaus zielen.“
Worte des legendären Filmregisseurs Miloš Forman, der heuer seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Forman wurde in Čáslav geboren, seine Eltern starben in Konzentrationslagern. Bevor er Regisseur wurde, studierte er Drehbuchschreiben an der FAMU und war gelegentlich als Rundfunksprecher tätig. Sein erster Spielfilm „Der schwarze Peter“, entstand 1963 und schlug beim Filmfestival von Locarno sogar Regie-Asse wie Godard und Antonioni. Es folgten „Die Liebe einer Blondine“ und „Der Feuerwehrball“, die für einen Oscar in der Kategorie Bester internationaler Film nominiert wurden. Bereits 1967 erhielt er die Möglichkeit, in Amerika zu drehen, wo er eine Adaption von Kafkas Roman „Amerika“ plante, an der er gemeinsam mit Václav Havel arbeitete. Das Regime weigerte sich jedoch. Formans erster amerikanischer Film „Taking Off“ (1971), brachte ihm den Preis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes ein, war aber beim amerikanischen Publikum nicht erfolgreich. Drei Jahre später erhielt er das Angebot, beim Klassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ Regie zu führen. Dieser Film hätte in den 1960er Jahren gedreht werden können, aber das Drehbuch hat Forman nie erhalten, angeblich aufgrund einer Intervention der Staatspolizei. Forman führte nicht nur bei Dramen Regie; 1979 wurde das Musical „Hair“ veröffentlicht. 1983 wurde mit dem Film „Amadeus“, der 8 Oscars erhielt, erneut Geschichte geschrieben, und Forman konnte zumindest für eine Weile in seine Heimat zurückkehren. In den 1990er Jahren verlangsamte Forman sein Tempo, und es wurden weniger Filme gedreht. 2007 kehrte er nach Prag zurück, wo er mit seinen Söhnen die Jazzoper „A Walk Worthwhile“ am Nationaltheater inszenierte.
Miloš Forman starb am 13. April 2018 im Alter von 86 Jahren.