140 Jahre seit der Geburt von Emil Filla

3. 4. 2022
© Argo

Der langfristig meistverkaufteste tschechische Maler ist Emil Filla, einer der bedeutendsten Maler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war nicht nur ein tschechischer Maler, sondern auch Grafiker, Bildhauer, Kunstsammler und -theoretiker.

Geboren 1882 in Chropyně bei Kroměříž, studierte er in Brünn und arbeitete hauptsächlich in Prag. Er war Mitglied der Osma-Kunstgruppe und des Vereins bildender Künstler Mánes. Er ließ sich von Edvard Munch, El Greco, Pablo Picasso und Jan van Goyen inspirieren und arbeitete hauptsächlich im Stil des Expressionismus und Kubismus. Als vielseitiger Künstler prägte er vor allem in der Zwischenkriegszeit die Richtung des tschechischen Kulturlebens. Zu seinen bekanntesten Werken aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gehören der expressionistische „Čtenář Dostojevského“ (zu dt. Dostojewski-Leser), der kubistische „Podzim“ (zu dt. Herbst) und eines seiner zahlreichen Stillleben, „Zátiší Bols“ (zu dt. Das Stillleben Bols). Während des Zweiten Weltkriegs wurde er von der Gestapo verhaftet und im Konzentrationslager Dachau und später in Buchenwald inhaftiert. Er arbeitete auch in diesem Umfeld und schrieb theoretische Texte und Gedichte. Nach seiner Rückkehr im Jahr 1945 hatte er eine Ausstellung in der Galerie Mánes in Prag. Bis zu seinem Tod im Jahr 1953 schuf er Landschaftsbilder des böhmischen Mittelgebirges.

Heute, am 3. April 2022, jährt sich sein Geburtstag zum 140. Mal.

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