Pavel Pospěchs Buchpräsentation im Tschechischen Zentrum Wien

1. 4. 2022
© Kristýna Jordánová

Eine soziologische Untersuchung des Inneren der tschechischen Gesellschaft. Dies ist wohl die treffendste Beschreibung der Buchpräsentation von Pavel Pospěch, der letzte Woche das Tschechische Zentrum in Wien besuchte.

In seinem nachdenklich stimmenden Buch „Neznámá společnost“ (zu dt. „Die unbekannte Gesellschaft“), das er gemeinsam mit Radek Štěpánek vom Host-Verlag vorstellte, beleuchtete er die Phänomene, die die tschechische Gesellschaft bewegen, ohne dass sich die Tschech*innen in vielen Fällen selbst dessen bewusst sind. Die Räumlichkeiten des Zentrums waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der tschechische Soziologe und Publizist Pavel Pospěch, der seit 2012 in Wien lebt und unter anderem als Gastwissenschaftler an der Yale University tätig war, zeigt in seiner Studie über die tschechische Nation die Gründe für die anhaltende Beliebtheit von Witzen über Bananen, das Verbiegen von Regeln, die Bedeutung des Vertrauens in den Staat und in sich selbst sowie Fehlinformationen, etwa in Zeiten von der Pandemie. Dieses zum Nachdenken anregende Buch wird das Wissen der Leser*innen sowohl über die Geschichte als auch über aktuelle Ereignisse bereichern und zum Verständnis vieler Verhaltensmuster beitragen, an die man in der heutigen hektischen Zeit manchmal gar nicht denkt.

Der Abend wurde mit einer Diskussion mit dem Publikum fortgesetzt, nach der Radek Štepánek das Publikum mit seinen eigenen Gedichten überraschte.

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