Ein Rückblick auf die Buchpräsentationen von Lidmila Kábrtová

29. 9. 2022
© Kristýna Jordánová

Am 23. und 24. September 2022 fanden zwei Autorenlesungen der tschechischen Schriftstellerin Lidmila Kábrtová statt, bei denen ihre Werke vorgestellt wurden. Die Lesungen waren in tschechischer Sprache.

Am 23. September stellte die Autorin den Schüler*innen der Komenský-Realschule ihr Werk vor. Die Veranstaltung wurde vom Tschechischen Zentrum Wien und dem Schulverein Komenský organisiert. Nach der Einführung durch Eva Zojer, Stellvertreterin der Direktorin und Lehrerin für Tschechisch und Deutsch, las die Autorin aus dem Buch „Koho vypijou lišky“. An der Lesung nahmen auch die Schüler*innen aktiv teil. Zum Abschluss der Buchpräsentation wurden die Schüler*innen zum Diskutieren aufgerufen. Am nächsten Tag, dem 24. September, las die Autorin aus Büchern „Místa ve tmě“ a „Čekání na spoušť“ im Akademischen Verein in Wien vor. Die Lesung wurde wieder mit einer Diskussion abgeschlossen.  

Das sagen die Schüler*innen über die Autorenlesung:

Ich persönlich erlebte die Autorenlesung etwas anders als der Rest des Publikums – nämlich neben Frau Kábrtová (ich wurde ausgewählt, die Dialoge gemeinsam mit ihr zu lesen), was für mich zuerst ein kleiner Schock war, aber ich denke, dass mir der Auftritt bei der Autorenlesung bestimmt mehr gab, als wenn ich im Publikum gesessen hätte (wobei es natürlich nicht heißt, dass das Publikum nichts von der Lesung mitnehmen konnte). Ich war ein bisschen enttäuscht, dass wir uns nur dem Buch „Koho vypijou lišky“ widmeten, obwohl uns auch andere Werke vorgestellt wurden, aber ich verstehe, dass es aus zeitlichen Gründen anders nicht möglich war.

Ich halte die Autorenlesung mit der Schriftstellerin Lidmila Kábrtová für eine sehr gelungene Veranstaltung. Trotz der Krankheit von Frau Kábrtová und vor allem dank der hervorragenden Moderation unserer Mitschülerin Julie und der gesanglichen und schauspielerischen Leistung Jáchyms wirkte die Lesung sehr professionell und interessant.

Die Autorenlesung mit Lidmila Kábrtová gefiel mir sehr gut. Ich schätzte, dass Frau Kábrtová einige Kapitel zusätzlich kommentierte, um uns zu helfen, die Handlung besser zu verstehen. Dadurch konnten wir uns das Leben im Kommunismus besser vorstellen. Es war auch toll, dass sich Frau Kábrtová nicht schämte zu singen. Ich denke, dass sie ihr Buch sehr unterhaltsam vorlas, und ich habe jetzt Lust darauf, es selbst zu kaufen und zu lesen.

Die Autorenlesung gab mir einen neuen Einblick in die Zeit des Sozialismus in der Tschechoslowakei. Es war interessant, wie Frau Kábrtová zwei unserer Mitschüler einbezogen hatte. Ich denke, dass die Autorin noch mehr hätte sagen können. Ich fand es spannend, wie sie davon erzählte, wie sie anfing Kurzgeschichten mit 50 Wörtern zu schreiben.

Die zwei Stunden mit Frau Kábrtová genoss ich sehr, obwohl sie wie im Flug vergingen. Sie hat eine schöne Stimme, die sehr angenehm zum Zuhören ist. Ich lernte viele Informationen über komplizierte Familienbeziehungen und auch darüber, wie es innerhalb von verschiedenen Familien unter dem Kommunismus ausgesehen hatte. 

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