Die Jan-Patočka-Ausstellung wurde mit einem Sonntagsprogramm bereichert

25. 11. 2022
© Christina Dobler

Das Tschechische Zentrum Wien öffnete ausnahmsweise am letzten Sonntag ihre Türe. Denn die Autor*innen der derzeitigen Ausstellung „Jan Patočka. Philosoph und Staatsfeind“ hatten für Interessent*innen ein Begleitprogramm vorbereitet.

Die Ausstellung wurde für die Öffentlichkeit zu Mittag zugänglich. Um 16:00 folgte eine kommentierte Führung mit der Kuratorin Lenka Kerdová und Ludger Hagedorn, die das Ausstellungskonzept gemeinsam entworfen und umgesetzt hatten. Die Besucher*innen erfuhren daher aus erster Hand nicht nur mehr über die Ausstellung und die Persönlichkeit des Philosophen, sondern auch über die tschechische Aktionskunst der 1970er Jahre.

Im Rahmen des Begleitprogramms wurde auch der Dokumentarfilm „Jan Patočka o duši a politice“ (Jan Patocka - Of soul and politics) des Regisseurs Boris Jankovec vorgeführt, der anlässlich des 40. Todestages Patočkas und der zeitgleichen Erstehung der Charta 77 gedreht worden war. Im Mittelpunkt der Doku steht Patočkas unnachgiebige Verfechtung der Grundprinzipien der Menschenrechte und -freiheiten in der totalitären Tschechoslowakei.

Die Sonntagsveranstaltung endete mit einem informellen Austausch. 

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