Kateřina Tučková als Vertreterin der Trio-EU-Ratspräsidentschaft

12. 12. 2022
© Christina Dobler

Die tschechische Schriftstellerin Kateřina Tučková stellte im Tschechischen Zentrum eine Kurzgeschichte vor, die sie für das französische Literaturprojekt „Le Grand Tour“ verfasst hatte.

Die erste Veranstaltung im Dezember stand wieder im Zeichen einer Autorenlesung. Im Rahmen der Trio-Ratspräsidentschaft Frankreichs, Tschechiens und Schwedens trat die Schriftstellerin Kateřina Tučková im Tschechischen Zentrum Wien auf, um ihre Kurzgeschichte Die letzte Königin in Anwesenheit von Philippe Sutter, dem Direktor des Institut français d’Autriche, und Mårten Frankby, dem Vertreter der schwedischen Botschaft, vorzustellen.

Die Geschichte ist Teil der außergewöhnlichen Sammlung Le Grand Tour, die der französische Journalist und Schriftsteller Olivier Guez anlässlich des französischen EU-Ratsvorsitzes initiierte. Der Autor bat siebenundzwanzig Schriftsteller*innen (eine*n pro Mitgliedstaat), über Orte zu schreiben, die für die europäische Kultur und Geschichte kennzeichnend sind.

Für ihre Erzählung wählte die Autorin das Schicksal einer Fabrik in einer Straße in Brünn. Obwohl das Gebäude, das unter anderem Max Kohn, der Familie Tugendhat und nach 1948 Mosilana gehörte, bis heute steht, ist es in einem baufälligen Zustand. Die Geschichte der Fabrik, die auf dem vorherigen Buch Fabrika. Příběh baronů z moravského Manchesteru (dt.: Eine Fabrik. Die Geschichte über Barone aus dem Mährischen Manchester) beruht, basiert auf historischen Fakten, die lose mit der fiktiven Erzählung verbunden sind.

Die Tschechische Republik hat ab dem 1. Juli 2022 den Vorsitz im Rat der EU inne, Schweden übernimmt die Präsidentschaft am 1. Jänner 2023.

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