Ein Rückblick auf den letzten Filmmontag | Weltpremiere des Dokumentarfilms „Adolf Loos – ein Revolutionär unter Architekten“ und Diskussion mit den Filmemachern

7. 12. 2022
Ein Rückblick auf den letzten Filmmontag | Weltpremiere des Dokumentarfilms „Adolf Loos – ein Revolutionär unter Architekten“ und Diskussion mit den Filmemachern

Der Filmmontag am 14. November war ein ganz besonderer. An der Botschaft der Tschechischen Republik in Österreich wurde diesmal ein Film vorgeführt, der zum ersten Mal in der Öffentlichkeit bestaunt werden konnte. „Adolf Loos – ein Revolutionär unter Architekten“, ein Dokumentarfilm des Regisseurs Aleš Kisil, behandelt das Leben und Schaffen des weltberühmten Architekten Adolf Loos. Anschließend fand eine informative Diskussion mit Martin Polák, einem der Filmemacher, und Dr. Rainald Franz (MAK) statt, welche vom Direktor des Tschechischen Zentrums Wien PhDr. Mojmír Jeřábek moderiert wurde.

In seinem Dokumentarfilm „Adolf Loos – ein Revolutionär unter Architekten“ bildet das Tschechische Fernsehen (Česká televize) ein aufschlussreiches Porträt des Architekten und Kosmopoliten Adolf Loos ab und behandelt die Entwicklung seines architektonischen Schaffens. Es wird dabei auf die revolutionären Ansätze des gebürtigen Brünners eingegangen, welche zur damaligen Zeit für viel Aufsehen gesorgt haben. Sein kontroverser Zugang und sein unverkennbarer Stil des „Raumplans“, den er in den verschiedensten Ländern umsetzen konnte, haben ihn auf der ganzen Welt bekannt gemacht, wodurch er heute als gemeinsames Erbe Tschechiens und Österreichs betrachtet werden kann. Vielmehr als einen tschechoslowakischen Bürger, Wiener Dandy, französischen Tänzer oder sich britisch kleidenden Gentleman bezeichnet er sich selbst vor allem als europäischen Kosmopoliten.

Etwaige über den Filminhalt hinausreichende Fragen wurden in der anschließenden Diskussion behandelt. Martin Polák, einer der Filmemacher, und Rainald Franz, Museumskurator des MAK (Österreichisches Museum für angewandte Kunst), gingen als Loos-Experten auf Anmerkungen und offene Fragen des Publikums ein. Das in englischer Sprache geführte Gespräch wurde von dem Direktor des Tschechischen Zentrums Wien PhDr. Mojmír Jeřábek moderiert und gab weitere Informationen über die Produktion des Filmes, die behandelten Inhalte, das verwendete Bildmaterial sowie über Adolf Loos selbst.

Doch im Rahmen der Veranstaltung kamen nicht nur die an der Diskussion beteiligten Personen zu Wort, sondern auch die Repräsentant*innen der wesentlich an der Produktion beteiligten Institutionen stellten sich vor. Darunter waren Lucie Kantorová, die Vizebürgermeisterin der Stadt Pilsen, und Libor Picka, der den Pilsner Regionalrat für Kultur, Denkmalschutz und Tourismus vertrat. Auch der Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich, Jiří Šitler, hielt ein paar einleitende Worte.

Der Filmmontag war ein voller Erfolg und durfte sich großer Begeisterung erfreuen, was nicht zuletzt durch den vollen Kinosaal erkennbar war. Bis zur letzten Reihe waren alle Sitze belegt. Doch auch die rege Teilnahme an der Diskussion zeigte das wahre Interesse an diesem Thema, worüber sich die Filmproduzenten und Beteiligten freuen konnten. Sowohl für Loos-Experten und Architekten, als auch für Novizen und gänzliche Neulinge waren viele neue Informationen dabei.

Da das Interesse und der Andrang so groß waren, ist eine weitere Projektion des Filmes voraussichtlich im April 2023 geplant. Mehr Informationen darüber werden Sie auf unserer Webseite finden.

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