Die Geschichte des Weihnachtsbaums

9. 12. 2022
© archiv zámku Loučeň

In ganz weihnachtlicher Atmosphäre erstrahlt Schloss Loučeň, Partner der Tschechischen Zentren, dank der Ausstellung „Die Geschichte des Weihnachtsbaums“. In den Innenräumen des Schlosses werden schon zum fünften Mal mehr als 20 Bäume stehen, jeder mit seiner eigenen Geschichte. Es werden nicht nur traditionell geschmückte Bäume ausgestellt, ein Teil steht auch unter dem Motto „Freuden, die Europa der Weltgebracht hat“.

„Da die Tschechische Republik in diesem Jahr die EU-Ratspräsidentschaft innehat, stand das Thema der diesjährigen Ausstellung eigentlich sofort fest“, sagt Vratislav Zákoutský, Kastellan des Schlosses. „Ich kann Ihnen verraten, dass die Besucher*innen zum Beispiel auch vom Jugendstil, vom viktorianischen Stil, von den Alpen oder James Bond inspiriert geschmückte Bäume erwarten können“, präzisiert der Kastellan. 

Woher stammt die Tradition des Weihnachtsbaums? Was waren die ersten Weihnachtsbäume in Europa? Wie sahen sie vor 100 Jahren aus, wie sehen sie heute aus? Wie im britischen Königshaus und wie in einer Almhütte? Wie wird Weihnachten in anderen Ländern der Welt gefeiert und wer bringt dort die Geschenke? All dies erfahren die Besucher*innen bei der Schlossführung. Außerdem können die Kinder von der Tour einen besonderen Brief an das Christkind mitnehmen. 

An jedem Adventssonntag werden auf dem größten Adventskranz der Tschechischen Republik, der im vergangenen Jahr in das Tschechische Buch der Rekorde eingetragen wurde, nacheinander die mehr als eineinhalb Meter hohe Kerzen angezündet. 

Die Führungen zum Thema „Die Geschichte des Weihnachtsbaums“ finden vom 17. November 2022 bis zum 15. Jänner 2023 statt. Das Schloss ist täglich für Besucher*innen geöffnet, auch an Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr. Sehr beliebt sind die abendlichen Führungen durch das Schloss, die jeden Samstag und am 26. Dezember 2022 stattfinden. 

Weitere Informationen, ein detailliertes Programm und die Möglichkeit, Tickets zu buchen, finden Sie unter https://www.zamekloucen.cz/de.

Eine neue Tradition im Europäischen Parlament 

Am 29. November wird in Brüssel ein Baum enthüllt, der mit traditionellem mundgeblasenem Weihnachtsschmuck aus der Tschechischen Republik geschmückt ist, von der neu gegründeten Glashütte Koulier in Oflenda auf der Böhmisch-Mährischen Höhe. Kateřina Šrámková, Inhaberin des Schlosses Loučeň, die Glasbläserei Koulier, und der Europaabgeordnete Tomáš Zdechovský haben gemeinsam ein neues Konzept entwickelt, bei dem jeweils die Länder, die den EU-Ratsvorsitz innehaben, in der Lobby des Europäischen Parlaments in Brüssel einen Weihnachtsbaum im Geiste ihrer nationalen Traditionen präsentieren und schmücken.

Für den Baum wurden Ornamente aus der neuen Kollektion „Secese“ (dt. Jugendstil) ausgewählt. Das Thema, die Formen und die Farben des Jugendstils wurden gewählt, weil dieser sich als Stil durch ganz Europa einen Weg bahnte. Der Baum selbst stammt ebenfalls aus der Tschechischen Republik, aus Ždár nad Sázavou. Die Tanne wuchs auf dem dortigen Lyra-Hof, der von Jan Blazej Santini entworfen wurde. Die Dekorateure der Glashütte Koulier mussten vorher wissen, wie diese Tanne gewachsen ist und wie ihre Äste verteilt sind, um die Auswahl des Schmucks passgenau auf den Baum zuschneiden zu können. 

Die Geschichte des Weihnachtsbaums in den Tschechischen Zentren

„Die Geschichte des Weihnachtsbaums“ wird am 1. Dezember 2022 auch im Tschechischen Zentrum Bratislava präsentiert, einschließlich der erwähnten Kollektion „Secese“. Der geschmückte Baum wird dort bis zum Ende des Jahres zu sehen sein.

In der Vorweihnachtszeit des nächsten Jahres können Sie sich auf „Die Geschichte vom Weihnachtsbaum“ im Tschechischen Zentrum Wien freuen.

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