Letzten Sonntag öffnete das Tschechische Zentrum Wien ausnahmsweise seine Türen und viele ergriffen die Möglichkeit, sich die Ausstellung „Jan Patočka. Philosoph und Staatsfeind“ anzusehen. Geleitet und begleitet wurde die Führung von der Kuratorin Lenka Kerdová und Ludger Hagedorn, die das Ausstellungskonzept gemeinsam entworfen und umgesetzt hatten.
Die Ausstellung wurde für die Öffentlichkeit am frühen Nachmittag zugänglich. Um 16:00 Uhr folgte eine kommentierte Führung mit der Kuratorin Lenka Kerdová und Ludger Hagedorn, die für die Inhalte und die ausgestellten Stücke verantwortlich sind. Die Besucher*innen erfuhren daher aus erster Hand nicht nur mehr über die Ausstellung und die Persönlichkeit des Philosophen, sondern auch über die tschechische Aktionskunst der 1970er Jahre.
Im Rahmen des Begleitprogramms wurde auch der Dokumentarfilm „Jan Patočka o duši a politice a Chartě 77“ (Jan Patocka – About the Soul and Politics) des Regisseurs Boris Jankovec vorgeführt, der anlässlich des 40. Todestages Patočkas und der zeitgleichen Erstehung der Charta 77 gedreht worden war. Im Mittelpunkt der experimentellen Doku steht Patočkas unnachgiebige Verfechtung der Grundprinzipien der Menschenrechte und -freiheiten in der totalitären Tschechoslowakei.
Die Sonntagsveranstaltung endete mit einem informellen Austausch.
Bis Freitag, den 3. Februar, ist es noch möglich die Ausstellung im Tschechischen Zentrum Wien zu besichtigen.
Darüber hinaus findet am Donnerstag, den 2. Februar, die Finissage der Ausstellung statt, bei der auch weitere an der Ausstellung beteiligte Künstler*innen anwesend sein werden und auf ihre ganz persönliche Art und Weise zur Veranstaltung beitragen werden. Um Anmeldung per E-Mail an ccwien@czech.cz wird gebeten.
Genauere Informationen finden Sie hier.