Heute jährt sich der 140. Geburtstag des tschechischen Fotografen, Gelegenheitsgrafikers, Übersetzers und gebürtigen Příbramers František Drtikol. Der berühmte Künstler wurde vor allem durch seine Porträts und weiblichen Akte bekannt. Seine bekanntesten Kunden waren die Präsidenten Masaryk und Beneš, der Komponist Janáček und der Maler Alfons Mucha. Er war ein führender Vertreter des Art-déco-Stils, und in späteren Zeiten wurden seine Werke von kubistisch-futuristischen Elementen beeinflusst.
Er interessierte sich sehr für die östliche Lehren, Yoga und Meditation und gilt als Begründer des tschechischen Buddhismus. Seine spirituelle Praxis der östlichen Lehren spiegelt sich auch in seinem Werk wider.
Drtikol widmete sein Vermächtnis dem tschechischen Kunstgewerbemuseum in Prag, wo seine Werke 1972 von der Kuratorin Anna Fárová erstmals in einer Gruppenausstellung und einer Monografie zusammengefasst wurden. Erst nach der Samtenen Revolution, als eine Reihe von Retrospektiven und thematischen Ausstellungen stattfand, erlangte das Werk wieder große Beachtung.