Am 17. April, fand im Kinosaal der Botschaft der Tschechischen Republik in Österreich nicht nur der monatliche Filmmontag statt, sondern auch eine Diskussion mit den Filmemachern. Der Protagonist des Dokumentarfilmes „Adolf Loos - ein Revolutionär unter Architekten“ ist bei den in Österreich lebenden Tschech:innen, aber auch den Österreicher:innen selbst sehr beliebt, da er bereits zum zweiten Mal gezeigt wurde. Auch dieses Mal, wie bei der Weltpremiere im November war der Kinosaal bis auf den letzten Platz besetzt.
Vor der Vorführung wurde das Publikum von Zuzana Brožíková vom Tschechischen Zentrum Wien und von der Dolmetscherin Mag. Pavlína Böhmová-Lössl vom Kulturklub der Tschechen und Slowaken in Österreich begrüßt. Sie war anwesend, da auch viele Deutschsprachige unter den Zuschauer:innen waren. Der im vergangenen Jahr gedrehte Dokumentarfilm dauerte 57 Minuten und bot den Zuschauer:innen die Gelegenheit, die Architektur und das Leben eines in Österreich lebenden Brünners kennen zu lernen, der die deutsche Sprache spricht und sich wie ein Brite kleidet. Der Film zeigte auch einige wichtige Gebäude, die Loos gebaut oder renoviert hatte, wie das Looshaus am Michaelerplatz in Wien. Der Meinung des Publikums nach ist es den Filmemachern gelungen, das Genie von Adolf Loos und seine Vorliebe für minderjährige Mädchen perfekt einzufangen. Der Dokumentarfilm stützt sich auf Archivmaterial und persönliche Geschichten von Adolf Loos' Familie und berühmten Mitarbeitern.
Nach dem Ende des Films eröffnete Helena Basler, Vorsitzende des Kulturklubs der Tschechen und Slowaken in Österreich, die Diskussion, zu welcher das Publikum auch herzlichst eingeladen war. Daraus ergab sich ein interessantes Gespräch zwischen dem Publikum und dem Autor und Regisseur Aleš Kisil, dem Kameramann David Cysař und Dr. Rainald Franz vom Museum für angewandte Kunst in Wien, der diesen Abend moderierte. Die Filmemacher erzählten dem Publikum, an welchen Orten gefilmt wurde und was sie aus dem Dokumentarfilm herausnehmen mussten, um das Wesentlichste in eine Stunde zu packen. Die gesamte Diskussion wurde von Mag. Pavlína Böhm-Lössl gedolmetscht.