Heute vor 100 Jahren begann der regelmäßige Rundfunkbetrieb.
Am 18. Mai 1923 wurde in der damaligen Tschechoslowakei durch das private Unternehmen Radiojournal der regelmäßige Rundfunkbetrieb aufgenommen. Die Tschechoslowakei war damit das zweite Land in Europa, in dem Rundfunk ausgestrahlt wurde. Ende 1938 änderte Radiojournal seinen Namen in Tschecho-Slowakischer Rundfunk. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten sowohl der Tschechische als auch der Slowakische Rundfunk ihre Sendetätigkeit fort, allerdings unter dem gemeinsamen Namen Tschechoslowakischer Rundfunk.
Der Tschechische Rundfunk wurde am 1. Jänner 1992 als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt gegründet, wobei die Vermögenswerte des Tschechoslowakischen Rundfunks übertragen wurden. Sein Sitz wurde das Gebäude in der Vinohradská-Straße 12 in Prag, in dem sich bis dahin ČsRo befunden hatte. Sie übernahm auch den Betrieb der tschechischen Sender Prag, Vltava, Regina und der Regionalstrecken. Diese Regelung funktionierte bis Ende 1992, als sowohl die Tschechoslowakei als auch der Tschechoslowakische Rundfunk aufhörten zu existieren. Es ist geplant, einen Sender namens Český rozhlas Lidovka zu gründen, der sich auf Folklore und Blasmusik konzentrieren wird. Der Tschechische Rundfunk betreibt 12 nationale und 14 regionale Sender.