Um das Rennen zur Kulturhauptstadt Europas waren neben Budweis auch Liberec, Broumov und Brünn dabei.. Bislang haben zwei tschechische Städte den Titel erhalten, und zwar Prag im Jahr 2000 und Pilsen 15 Jahre später.
"Dies ist ein einzigartiges Projekt, das sich in der Geschichte von České Budějovice vielleicht nie wiederholen wird. Das ganze Team hat sein Bestes gegeben", sagte Dagmar Škodová Parmová, die Bürgermeisterin der südböhmischen Stadt, und fügte hinzu, dass nun die schwierige Aufgabe anstehe, das rund 100 Seiten umfangreiche Projekt bis 2028 fertigzustellen.
Die Auswahljury bestand aus zwei tschechischen Experten, die vom tschechischen Kulturministerium ernannt wurden, und zehn Experten, die von EU-Organen und -Einrichtungen benannt wurden. Die Jury bewertete die Projekte auf der Grundlage eines Programms, das eine starke europäische Dimension haben und möglichst viele Besucher:innen aus Tschechien und ganz Europa anziehen sollte. Weitere Bewertungskriterien waren die nachhaltigen Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung der Stadt oder die Einbeziehung der Zivilgesellschaft.
Die Europäische Union wählt jedes Jahr zwei Mitgliedstaaten aus, deren Städte den Titel tragen werden. Für das Jahr 2028 ist neben Tschechien auch eine Stadtaus Frankreich dabei, und zwar Bourges, Clermont-Ferrand, Montpellier oder Rouen. Der Gewinner wird im Dezember bekannt gegeben.
Die Gewinnerstädte erhalten einen Geldpreis in Höhe von 1,5 Millionen Euro. In diesem Jahr tragen den Titel Veszprém in Ungarn, Elefsina in Griechenland und Temesvár in Rumänien.