Olga Havlová war die Ehefrau von Präsident Václav Havel, der das erste Staatsoberhaupt nach dem Fall des kommunistischen Regimes war. Havlová gründete die Wohltätigkeitsorganisation Komitee des guten Willens – die Olga-Havlová-Stiftung. Während des kommunistischen Regimes arbeitete sie als Organisatorin einer Reihe von Treffen von Dissidenten und wurde zur Adressatin des Buches „Briefe an Olga“, das Václav Havel ihr aus dem Gefängnis schrieb.
Sie wurde zu einem Vorbild dafür, wie eine Frau in einer solchen Position sein sollte. In ihrer Position als First Lady begann sie, sich der Wohltätigkeit zu widmen. Im Jahr 1990 wurde das Komitee des Guten Willens (Výbor dobré vůle) gegründet, eines der ersten Projekte dieser Art in der Tschechischen Republik. Zwei Jahre später kam die Olga-Havlová-Stiftung hinzu, deren Hauptziel es war und ist, behinderten, verlassenen und diskriminierten Menschen bei der Integration in die Gesellschaft zu helfen. Die Projekte haben internationale Bekanntheit erlangt und haben ihre Niederlassungen im Ausland. Während des kommunistischen Regimes arbeitete sie als Organisatorin vieler Dissidententreffen.
Anlässlich des fünften Jahrestages des Komitees des Guten Willens beschloss Olga Havlová, dass die Olga-Havlová-Stiftung jährlich den Olga-Havlová-Preis an eine Person mit einer Behinderung verleihen wird, die einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung des Lebens von Menschen mit Behinderungen geleistet hat. Dieser Preis wird jedes Jahr im Mai oder Juni verliehen.
Olga Havlová starb am 27. Jänner 1996.