Am Samstag, den 8. Juli, nahmen die Preisträgerinnen des Susanna-Roth-Preises auf Einladung der Organisatoren, der Tschechischen Zentren und des Tschechischen Literaturzentrums an einem eintägigen Übersetzungsworkshop im Institut für tschechische Literatur der Akademie der Wissenschaften in Prag teil. Der einzige männliche Preisträger, ein vielversprechender Übersetzer aus Kroatien, ließ sich entschuldigen und nahm leider nicht an dem bohemistischen Treffen teil.
Für die diesjährige 9. Ausgabe des internationalen Wettbewerbs für junge Übersetzer:innen, den Susanna Roth-Übersetzungswettbewerb wurde ein Text aus Anna Beata Háblovás Buch Směna (Host, 2022) ausgewählt. Der Wettbewerb wurde über die Tschechischen Zentren und Botschaften der Tschechischen Republik in 17 Ländern ausgeschrieben: Bulgarien, Ägypten, Kroatien, Italien, Japan, Korea, Ungarn, Polen, Rumänien, Nordmazedonien, die Slowakei und Ukraine und für die deutschsprachigen Länder: Deutschland, Österreich und die Schweiz und für die französischsprachigen Länder: Belgien und Frankreich.
Die einzelnen Jurys bewerteten insgesamt 90 Übersetzungen aus 15 Ländern, wobei insgesamt 11 junge Übersetzerinnen und 1 Übersetzer den ersten Preis für jedes Gebiet erhielten.
Unter der Anleitung der renommierten Übersetzerinnen Kateřina Klabanová und Blanka Stárková wurden sie in die praktischen Regeln für die Arbeit und das Leben von Literaturübersetzer:innen eingeführt und widmeten sich einer detaillierten Analyse des übersetzten Textes. Es gab auch ein persönliches Treffen mit der Autorin Anna Beata Háblová zum Thema ihres Werks und der zeitgenössischen tschechischen Literatur.
Am nächsten Tag reisten die Preisträgerinnen des Susanna Roth-Übersetzungswettbewerbes nach Olmütz, wo sie zusammen mit vielen ausländischen Bohemist:innen Gäste des Bohemistischen Seminars waren, das von der Mährischen Bibliothek in Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Palacký-Universität in Olmütz vom 10. bis 14. Juli veranstaltet wurde.