Adolf Loos war ein österreichischer Architekt, Architekturkritiker und Kulturpublizist. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen Architektur.
Adolf Loos wurde in Brünn 1870 als Sohn des Steinmetzen und Bildhauers Adolf Loos (1831–1879) geboren. Ab 1880 wechselte Adolf Loos mit schlechten Sittennoten von Gymnasium zu Gymnasium. Nach dem Besuch der k.k. Staatsgewerbeschule in Reichenberg, Böhmen, ab 1885 schloss er 1889 die k.k. deutsche Staatsgewerbeschule in Brünn mit der Matura ab. Danach studierte er, vom Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger unterbrochen, 1890 bis 1893 an der Hochbauabteilung der Teschnischen Hochschule in Dresden, nachdem er zuvor kurze Zeit an der Akademie für angewandte Kunst Wien studiert hatte.
Bekannt wurde Loos 1898 durch seine Artikelserie für die Neue Freie Presse, in der er zu vielen Geschmacksfragen Stellung bezog. Nachdem er längere Zeit vorwiegend Inneneinrichtungen geschaffen hatte, war sein erstes größeres und bekanntestes Bauwerk das Looshaus am Michaelerplatz für das Bekleidungsunternehmen Goldman & Salatsch, das 1910 zu einer auch im Ausland viel beachteten öffentlichen Auseinandersetzung über die ornamentlose Fassade führte. Es steht gegenüber der Hofburg und wurde aufgrund seiner fehlenden Fenstergesimse auch Haus ohne Augenbrauen genannt. Angeblich weigerte sich Kaiser Franz Joseph den Rest seines Lebens, einen Blick von der Hofburg zum Michaelerplatz zu werfen.
Adolf Loos starb am 23. August 1933 in Kalksburg.