Die Schauspieler:innen des Theaters FESTE bringen eine Inszenierung nach Wien, die ein Bühnengespräch und eine gemeinsame Reflexion darüber ist, was es bedeutet, eine Frau in der Politik zu sein und wie Frauen sich in der Politik wahrnehmen. Und es gibt noch eine weitere Besonderheit dieser Aufführung, denn sie wurde von einer Tschechin geschrieben, die seit langem in Wien lebt - der Politikwissenschaftlerin und Soziologin der Universität Wien, Anna Durnová.
Das Theater FESTE ist ein unabhängiges professionelles Theater aus Brünn, das im Rahmen einer besonderen Zusammenarbeit sein Stück im Theater Arche, im ehemaligen legendären Theater Brett, aufführen wird. Das Originalstück mit dem Titel Stunde der Frauen wurde bisher neun Mal aufgeführt. Dieses originelle Stück wurde im vergangenen Juni in seinem Heimattheater uraufgeführt.
Am Montag, den 16. Oktober, präsentiert das Theater Arche (Münzwardeingasse 2a, 1060 Wien) eine einzigartige Aufführung. Es wird in tschechischer Sprache mit deutschen Untertiteln aufgeführt. Das Stück verschränkt die politische und soziale Welt der Gegenwart und der nicht allzu fernen Zukunft.
Der Mangel an Frauen in der Politik ist nicht nur ein Vorrecht Tschechiens. Obwohl die Zahl der weiblichen Ministerpräsidenten in Europa zugenommen hat, z. B. in Estland, Italien und Litauen, liegt der Anteil der Frauen im Europäischen Parlament bei nur 33 %. Die Produktion entstand als Glosse über die tschechische Präsidentschaft der Europäischen Union im Jahr 2022 unter dem Gesichtspunkt der Beteiligung von Frauen an der Spitzenpolitik. Die Autorin des Textes, Anna Durnová, Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien, entwirft ein dystopisches Bild der Zukunft aus einer bereits von Frauen dominierten Spitzenpolitik. Welche Themen bringen sie in die Politik ein? Inwiefern ähnelt die Politik der Frauen der Politik der Männer? Und verhalten sich Frauen in der Politik wie Frauen?
Mit: Kateřina Jebavá, Sabina Šlachtová und Tereza Havránková teil. Regie: Jiří Honzírek.
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