Dokumentarkunst mit Helena Třeštíková

16. 4. 2024
Foto Österreichisches Filmmuseum © Eszter Kondor

Vom 12. bis 14. April 2024 war das Österreichische Filmmuseum Gastgeber der Filmreihe "LEBENSVERLÄUFE", die neun einzigartige Filme der renommierten tschechischen Dokumentarfilmemacherin Helena Třeštíková präsentierte.

Den Auftakt bildete die Masterclass mit Helena Třeštíková, die den Besucher:innen einen tieferen Einblick in den kreativen Prozess dieser Reihe bot. Die Filmreihe umfasste auch ein Werk ihrer Tochter Hana Třeštíková.

Während des dreitägigen Festivals fanden Vorführungen statt, darunter Titel wie "Soukromý vesmír“ (Private Universe), "Mallory", "Karolina", "René" und andere. Die Filme wurden in tschechischer Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt, und im Anschluss an ausgewählte Vorführungen fanden Diskussionen mit Helena und Hana Třeštíková statt, die dem Publikum die einmalige Gelegenheit boten, mehr über die Hintergründe der Entstehung der Filme zu erfahren.

Während ihrer Masterclass vergaß Helena Třeštíková nicht, die Schwierigkeiten beim Filmen zu erwähnen, wie z. B. den Vorfall bei den Dreharbeiten zu "René", als der Protagonist René die Kamera nicht zurückgeben wollte, die ihm geliehen wurde, um sein Leben zu dokumentieren. Sie erzählte auch von einem Erlebnis bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm "Katka", als die Hauptfigur unter starkem Einfluss von Suchtmitteln zum Drehort kam. Diese Momente brachten schwierige Herausforderungen mit sich, mit denen sie nicht nur als Regisseurin, sondern auch als Mensch umgehen musste.

Die Filmreihe "LEBENSVERLÄUFE" in Österreichischen Filmmuseum beleuchtete nicht nur die künstlerische Arbeit von Helena Třeštíková, sondern brachte auch ihre Herangehensweise an die Langzeitdokumentation der Lebensgeschichten gewöhnlicher Menschen ans Licht, die ein charakteristisches Merkmal ihrer Arbeit ist.

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