Ein Tag auf Erasmus im Tschechischen Zentrum: Wien ist mir ans Herz gewachsen

3. 4. 2025
Ein Tag auf Erasmus im Tschechischen Zentrum: Wien ist mir ans Herz gewachsen

Stellen Sie sich vor, Sie machen ein Praktikum im Tschechischen Zentrum Wien im Rahmen von Erasmus. Was kann alles passieren? Wie wird die Stadt, voll von Geschichte, Kaffee und großartigen Menschen, unter Ihre Haut gehen? Dieser Artikel zeigt Ihnen, warum ein Praktikum im Tschechischen Zentrum zu einem Erlebnis für’s Leben werden kann. Und vielleicht werden auch Sie überrascht sein, warum Wien Ihnen schließlich mehr ans Herz wächst, als Sie erwartet haben! Wie ein typischer Tag der Praktikantin Jana Machová aussah, können Sie in unserem Blog nachlesen.

Ich wache an einem Januarmorgen auf. Der morgendliche Kaffee, das Frühstück und der Blick aus dem Fenster auf die Morgenröte sind die perfekte Kombination. Besser kann man nicht in den Tag starten. Ich wohne am Stadtrand von Wien, es ist also ein bisschen weiter zur Arbeit, aber ich bin nah an der Donau und habe mehr Ruhe. Während der Zugfahrt beobachte ich, wie die Stadt erwacht – die Straßen füllen sich mit Menschen, überall fahren Autos und die morgendliche Betriebsamkeit nimmt zu.

Ein Tag auf Erasmus im Tschechischen Zentrum: Wien ist mir ans Herz gewachsen

Nach meiner Ankunft im Tschechischen Zentrum Wien, koche ich Kaffee Nr. 2 und setze mich an meinen Arbeitsplatz. Hurra – los geht´s! Das Arbeitspensum ist vielfältig: E-Mails beantworten, Anrufe entgegennehmen, soziale Netzwerke verwalten, Newsletter vorbereiten und die Webseite aktualisieren, Veranstaltungen bei den Vertragszeitschriften anmelden, die Medienberichterstattung erstellen und am Monatsende immer Flugblätter mit unserem Programm in Wien verteilen. Das mache ich heute.

Ich laufe zu unserem Lieblings-Spar eine Minute von der Arbeit entfernt zum Mittagessen. Oh, und das Zentrum liegt neben der Karlskirche, habe ich das nicht erwähnt? Es gibt also nicht nur den Spar, sondern auch eine Menge Restaurants. Die Lage ist absolut fantastisch, und auf dem Weg zur Arbeit kann man immer noch etwas erleben, wenn man über den Karlsplatz geht (wo bis vor kurzem noch die Weihnachtsmärkte waren und die Atmosphäre großartig war und wo man auch zur Mittagszeit einen kurzen Spaziergang machen konnte). Beim Spar gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Sandwiches, Tortillas, Salaten und sogar warmen Gerichten, also bin ich zufrieden.

Die Arbeit geht zügig voran und ich komme langsam in Schwung. Heute gehe ich früher, wegen der Flugblätter. Ich freue mich immer auf die Verteilung, weil man verschiedene Orte in Wien kennenlernt und viele Ecken entdeckt, von denen man gar nicht wusste, dass sie existieren. Ich gehe sowohl durch die Innenstadt als auch durch die gemütlichen Straßen im weiteren Zentrum. Da sich mein Praktikum langsam dem Ende zuneigt, überkommt mich die Nostalgie und ich genieße diese Besorgungen umso mehr.

Ein Tag auf Erasmus im Tschechischen Zentrum: Wien ist mir ans Herz gewachsen

 Ich komme am Stephansdom vorbei, laufe den belebten Graben hinunter und stolpere über gemütliche Cafés mit echter Wiener Kaffeehauskultur. Ich gehe am MuseumsQuartier vorbei und weiter zur Hauptbücherei Wien, wo gerade die von uns mitorganisierte Ausstellung Die schönsten Bücher aus sieben Nationen 2024 läuft. Die Tschechische Republik ist hier mit zehn sorgfältig ausgewählten Büchern vertreten, die für ihr Design und die Qualität ihrer Verarbeitung ausgezeichnet wurden.

Ich lege die Flyer ab und eine Freundin von mir kommt, mit der wir vereinbart haben, die Ausstellung gemeinsam zu besuchen. Wir blättern durch die Seiten und bewundern die kreative Ausführung jedes Buches. Nach dem Besuch der Ausstellung gehen wir zum Abendessen in ein echtes italienisches Restaurant, um über unser Leben zu sprechen – denn es gibt viele Italiener mit eigenen Restaurants in Wien.

Nach etwa zwei Stunden verabschieden wir uns, und auf dem Heimweg halte ich an meiner Lieblings-Uni, wo ich das ganze letzte Semester im Rahmen des CEEPUS-Programms verbracht habe, und bringe noch einige Flyer mit. Es ist Freitagabend und ich bin nach einem langen Tag zu Hause. Und das bedeutet nur eines - ich bereite mich auf den morgigen Ausflug in der Umgebung von Wien vor. Denn warum am Wochenende zu Hause sitzen, wenn es (nicht nur) in Wien so viel zu sehen gibt. Die Öffis fahren hier sehr häufig, es kommt selten vor, dass sie nicht pünktlich sind – so kann ich schnell auch in Graz oder Linz sein.

Ein Tag auf Erasmus im Tschechischen Zentrum: Wien ist mir ans Herz gewachsen

Ich habe mich absolut in Wien verliebt, deshalb bin ich nach meinem Semester an der Uni Wien dorthin zurückgekehrt. Es hat mich gereizt, ein Praktikum im Tschechischen Zentrum Wien zu machen, und ich bin dankbar für die Gelegenheit, einen besseren Einblick in die Organisation von kulturellen Veranstaltungen und die Kulturdiplomatie zu bekommen. Ich habe tolle Leute kennengelernt, neue Orte gesehen und konnte an vielen interessanten Veranstaltungen teilnehmen. Mehr als einmal fanden wir uns in der tschechischen Botschaft, die die Kulisse für viele Veranstaltungen ist. Ich würde sofort wieder dorthin gehen! Wenn Sie also ein Praktikum im Tschechischen Zentrum in Erwägung ziehen, sollten Sie es auf jeden Fall machen!  

Jana Machová

Ich studiere das Masterstudium in deutsch-tschechischer Übersetzung an der philosophischen Fakultät der Masaryk-Universität. Während meines Studiums war ich zweimal in Wien. Das Sommersemester 2024 verbrachte ich an der Universität Wien (im Rahmen des CEEPUS-Programms) und das darauffolgende Wintersemester am Tschechischen Zentrum Wien (im Rahmen des Erasmus+ Programms). In meiner Freizeit spiele ich gerne Volleyball oder fahre Inlineskates. Zu meinen Lieblingsaktivitäten gehören Wandern, Reisen und neue Orte und Kulturen kennenzulernen.

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