Europatag 2026 | So haben wir in Wien gefeiert

11. 5. 2026
Europatag 2026 | So haben wir in Wien gefeiert

Der Europatag, der am 9. Mai begangen wird, blickt auf eine mehr als 40-jährige Tradition zurück. In diesem Jahr fanden die Wiener Europafeierlichkeiten auf der Mariahilferstraße statt, wo die Besucher:innen mehrere Stände aus verschiedenen Ländern sowie Darbietungen aller Art erwarteten.

Europatag   

Am 9. Mai 1950 wurde mit der Schuman-Erklärung, die zwei Grundprinzipien enthielt – Frieden und Solidarität –, der Grundstein für die Europäische Union gelegt, wie wir sie heute kennen. Im Jahr 1985 beschlossen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, den 9. Mai zum Europatag zu erklären. Der Europatag soll an die Grundprinzipien der Erklärung erinnern. 

Dieser Festtag bringt zahlreiche Veranstaltungen und Programme in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit sich, und Österreich bildet da keine Ausnahme. Anlässlich des 40. Jahrestags des Beitritts Portugals und Spaniens zur EU haben wir nicht nur an diesen bedeutenden Meilenstein der europäischen Integration erinnert, sondern gleichzeitig auch 40 Jahre Europatag sowie die erste öffentliche Verwendung der EU-Flagge und der EU-Hymne gefeiert.

Programm zum Europatag 2026 in Wien 

Am Samstag, dem 9. Mai, von 12 bis 16 Uhr verwandelte sich die Mariahilferstraße (an der Kreuzung Zollergasse und Nelkengasse) in Wien in ein Festival zur Feier der Einheit der Europäischen Union. Die Besucher konnten sich auf kulinarische Kostproben, Auftritte auf der Bühne oder auch Gewinnspiele freuen. 

Für die Vertretung der Tschechischen Republik sorgte das Tschechische Zentrum Wien in Zusammenarbeit mit CzechTourism. In diesem Jahr hatten die Besucher des tschechischen Standes die Möglichkeit, eine Ausstellung über tschechische Spuren in Österreich zu besichtigen, Spezialitäten aus Olomouc zu probieren oder nützliche Ausflugstipps für die Region Vysočina zu erhalten. Außerdem gab es für Interessierte ein Quiz über die Tschechische Republik, bei dem bis zu vier Preise zu gewinnen waren.

Die Spitzensportlerinnen des tschechischen Twirling in Aktion 

Die Aufmerksamkeit der Zuschauer am Samstag wurde durch den Auftritt zweier tschechischer Twirlerinnen – Veronika Kadlecová und Alexandra Vaněčková – auf sich gezogen. Die Twirlerinnen hatten für das Publikum insgesamt vier Darbietungen zu bekannten Stücken tschechischer Komponisten vorbereitet. 

Veronika Kadlecová widmet sich dem Twirling bereits seit 2002 und wurde im Laufe ihrer Karriere vierfache Weltcup-Siegerin, dreizehnfache Europameisterin im Twirling und Showtwirl sowie mehrfache tschechische Meisterin in verschiedenen Disziplinen. Sie hat auch mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter „Sportlerin des Jahres“ und „Talent der Region Südböhmen“. 

Alexandra Vaněčková widmet sich dem Twirling bereits seit 12 Jahren. Sie vertritt die Tschechische Republik regelmäßig bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Zu ihren größten Karriereerfolgen zählen die Titel der tschechischen und europäischen Meisterin. Gleichzeitig widmet sie sich auch dem Training ihrer eigenen Schützlinge.

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit den tschechischen Twirlerinnen hatten wir die Gelegenheit, ihnen ein paar Fragen zu diesem anspruchsvollen Sport zu stellen. Wir erfuhren zum Beispiel, worin der Unterschied zwischen Twirling und Majoretten besteht und wie die übliche Vorbereitung der Twirler vor einem Auftritt oder einem Wettkampf aussieht.

„Twirling ist eine Art modernerer Sport. Es ähnelt eher der modernen Gymnastik mit Keulen, das ist wohl die Sportart, die ihm am ähnlichsten ist. Es verbindet Elemente aus Ballett, Gymnastik und Tanz und ist insgesamt tänzerischer als Majoretten...“

Das gesamte Interview gibt es hier zu sehen

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