Als Anwältin beschäftigte sie sich mit den Problemen der Rolle unverheirateter Frauen, unehelicher Kinder und der allgemeinen Stellung von Frauen im Familienrecht und quer durch Berufsgruppen. Die Gegnerin aller Totalitarismen wurde von der Gestapo gefoltert und von der Kommunistische Partei an einer primitiven Schlinge ermordet.
Sie unterstützte die Ideen des Feminismus, der Demokratie, der Gleichheit, der Freiheit und des Christentums und respektierte auch das Erbe von T. G. Masaryk und E. Beneš. Im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und des Münchner Abkommens organisierte sie Sozialhilfe. Sie wurde Mitglied der antifaschistischen Widerstandsorganisation (Petiční výbor Věrni zůstaneme). 1940 wurden sie und ihr Mann von der Gestapo festgenommen und gefoltert. Allerdings nicht wegen der Arbeit im Widerstand, sondern wegen ihrer Tätigkeit im ŽNR (Frauen-Nationalrat). Sie entkam der Todesstrafe, wurde aber bis zum Ende des Krieges eingesperrt. Ihr Mann überlebte den Todesmarsch.
Nach dem Krieg kämpfte sie gegen den Beginn des kommunistischen Totalitarismus. Sie wurde aus allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen und trat demonstrativ von ihrem parlamentarischen Mandat zurück. Im September 1949 wurde sie durch die StB (Staatssicherheit) festgenommen. Nach dem Vorbild der großen sowjetischen Säuberungen fanden in der Tschechoslowakei inszenierte politische Prozesse statt. Prominente Persönlichkeiten wie Einstein, Churchill oder E. Roosevelt versuchten erfolglos, von Präsident Gottwald Barmherzigkeit für die Verurteilten zu erlangen. Während der Prozesse wurde eine Desinformations- und Manipulationskampagne organisiert, bei der Tausende von Briefen von der Öffentlichkeit in das Gerichtssaal geschickt wurden, in denen die höchsten Strafen für die Angeklagten gefordert wurden.
Nach diesem Prozess kamen noch weitere 35, in denen über 640 Personen vor Gericht gestellt und andere schwere Strafen und mehrere absolute Strafen verhängt wurden.
Am 27. Juni 1950 wurde der sinnlose Mord an mehreren unschuldigen Menschen durchgeführt. Dieser Tag wurde zum Tag der Erinnerung für die Opfer des kommunistischen Regimes. Unter ihnen war die Anwältin - Koryphäe auf ihrem Gebiet, progressive Frau, Partnerin und Mutter Milada Horáková.