Der Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama erinnerte sich an eine Geschichte aus einer Zeremonie der Eidablegung von neuen amerikanischen Bürgern, an der Madeleine Albright teilnahm und die im Buch Hrdinky, die Geschichten der bedeutenden tschechischen Frauen, beschrieben ist. Einer der neuen Bürger kam und sagte: "Madam, nur in den Vereinigten Staaten kann ein Flüchtling die Außenministerin treffen." Dazu sagte sie: "Nur in den Vereinigten Staaten kann man eine Außenministerin auch werden. "
Es war kurz nach dem zweiten Weltkrieg als die Familie der kleinen Marie Korbel, vor dem zweiten Weltkrieg Körbel, Tschechien verlassen musste, um so dem kommunistischen Regime zu entkommen. Die zehnjährige Marie nahm kurz nach ihrer Ankunft in den USA den Namen Madeleine an. Wie sie schon in ihren Memoiren zurückdenkt, war es die Form ihres Namens, die am besten zu ihr am passte. In die Vereinigte Staaten kam sie als ein Flüchtling. Diese Tatsache stand ihr aber nicht im Weg und bald wurde sie zur Koordinatorin der Kommunikation zwischen dem Außenministerium und dem Sicherheitsrat im Weisen Haus ernannt, wohin ihre Schritte nach dem Studium der Politologie am Wellesley College geführt hatten.
Aufgrund ihrer diplomatischen Fähigkeiten wurde Madeleine vom Präsidenten Bill Clinton bewundert, der sie in den neunziger Jahren zur Botschafterin der Vereinigten Nationen und später zur Außenministerin ernannte. Dadurch wurde Madeleine Albright zur ersten weiblichen Außenministerin der USA. Für ihren Beitrag in der Politik verdiente sie sich auch die Medaille der Freiheit (die höchste amerikanische Auszeichnung), die ihr der ehemalige Präsident Barack Obama persönlich verlieh.