Beim internationalen Susanna Roth-Übersetzungswettbewerb 2023 übersetzten die Teilnehmer:innen einen Wettbewerbstext aus dem neuen Buch „"Směna" der tschechischen Autorin Beata Háblová. Zum ersten Mal bewertete eine gemeinsame Jury für die deutschsprachigen Länder alle Texte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die drei Übersetzer:innen Martina Lisa (D), Julia Miesenböck (A) und Georg Escher (CH) bewerteten anonym die acht Übersetzungen.
Die Entscheidung der Jury lautet:"Nach Sichtung aller Einsendungen kam eine kurze Liste von Kandidaten in die engere Wahl, wobei der Beitrag von Stefanie Bose die Jury schließlich überzeugte. Die Übersetzerin zeigt ein Gespür für den Gesamtzusammenhang des Textes, erkennt den Ton und ist sich immer im Klaren darüber, welche Geschichte sie wie erzählen will. Sie findet immer wieder originelle Lösungen, zeigt Kreativität in der Sprachgestaltung und schafft einen stimmigen deutschen Text, ohne dabei das Original aus den Augen zu verlieren... Hervorzuheben ist vor allem ihr Mut zum kreativen Umgang mit dem Text: Trotz aller Gefahren, die er birgt, hält sie sich auf erzählerischer und metaphorischer Ebene nicht an die Vorlage, sondern wagt es, sich abzuheben und eine eigene Stimme zu finden. Dies zeigt ihre Fähigkeit, den Text als Kunstform zu behandeln, was neben Sprachkenntnissen und Recherchefähigkeiten wohl die wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Übersetzung eines literarischen Textes ist."Herzlichen Glückwunsch an der Gewinnerin und vielen Dank an alle teilnehmenden Übersetzer:innen für die Zeit und Mühe, die sie in die Übersetzung dieses komplexen und schwierigen Textes gesteckt haben.